Neuer Deponie-Erlebnispfad für Schüler

19.04.2018
Kinder auf dem Deponie-Erlebnispfad

Schüler der Wartburggrundschule testeten als Premierengäste den neuen Deponie-Erlebnispfad und fanden die Stationen gut. Foto: gh

Münster-Coerde -

Die Wartburgschüler waren die ersten, die den neuen Deponie-Erlebnispfad in Coerde testen durften, der jetzt offiziell eröffnet wurde. Zwölf Stationen informieren rund um Abfall, Energie und Klima.

Von Gabriele Hillmoth

Das Obst ist längst verrottet, das vor einem Jahr mitten auf dem „Monte Scherbelino“ verbuddelt wurde. Aber wie lange mag es dauern, bis sich ein Schuh auflöst? Zoë hat den Schuh ausgegraben, den sie ihrem Team zeigt. Das Rätselraten beginnt. 50 Jahre, schätzt ein Schüler, mindestens 200 Jahre behauptet eine Schülerin. Das Team einigt sich. Den Erlebnispfad auf der Mülldeponie in Coerde finden die Schüler der Wartburggrundschule aus Gievenbeck spannend.

Die Mädchen und Jungen sind am Freitag mit ihren Lehrerinnen Verena Holz-Stief und Maike Baldi die Premierengäste.

Ausgerüstet mit Gummistiefeln – schließlich war Regen zu erwarten – klappern die Kinder in kleinen Gruppen Station für Station ab. Rund 600 Meter ist der Lehrpfad lang, den die Abfallwirtschaftsbetriebe auf einem Berg eingerichtet haben, auf dem zwischen den Jahren 1976 und 2005 Müll gesammelt wurde.

Der Betriebsleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Patrick Hasenkamp, begrüßt die Gäste im Schulungscontainer. Noch mehr Aufmerksamkeit bekommen zunächst die Gespensterschrecken und deren Nachwuchs. „Beeindruckend“, sagt Mia, die wie Sarah und Leila keine Angst vor den Tieren hat. „Vielleicht ein bisschen klebrig“, meint Zoë.

Alle Themen auf dem neuen Pfad drehen sich um Abfall, Klima und Energie. Die Schüler lernen, wie Kompost entsteht, eine Deponie aufgebaut ist, wie aus Abfällen neue Produkte entstehen und warum der Hügel nicht als Rodelberg genutzt werden kann.

Die Nähe zu den Rieselfeldern spielt eine Rolle. Damit, sagt Hasenkamp, ist dieser Pfad eine Nahtstelle zwischen Abfall und Naturschutz. Er freut sich auf eine Hochfeuchtfläche für Kiebitze, die noch in einer Höhe von rund 100 Metern angelegt werden soll. Langfristig ist außerdem geplant, eine alte Scheune in der Nachbarschaft zu einem Schulungsraum umzubauen. Rund 45 000 Euro investierten die AWM in den Lehrpfad.

Quelle: Westfälische Nachrichten, 13.04.2018