Curabitur ullamcorper ultricies nisi. Nam eget dui. Etiam rhoncus. Maecenas tempus, tellus eget condimentum rhoncus
GIEVENBECK Der Zeitplan stand fest: Zum Beginn des Schuljahrs 2012/13 wollte die Wartburg-Grundschule den Betrieb als Gemeinschaftsschule aufnehmen, die Kinder und Jugendliche bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichten. Doch dieses Vorhaben gerät nun mächtig ins Wanken.
Bei der Problematik dreht es sich nicht um das Projekt der Gemeinschaftsschule als solche. Daran wollen Verwaltung, Politik und die Verantwortlichen der Gievenbecker Grundschule weiterhin festhalten. Es geht vielmehr darum, dass der notwendige Platz fehlt, Alternativen derzeit nicht in Sicht sind. Das bestätigte Wolfgang Wimmer, zuständig für den Schulentwicklungsplan im Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster auf Anfrage unserer Zeitung: „Es gibt liegenschaftliche und planungsrechtliche Probleme.“
Gemeinsames Lernen
Um das Konzept des gemeinsamen Lernens bis zur zehnten Klasse umsetzen zu können, benötigt man weitere Räumlichkeiten. „Im nächsten Jahr müsste man quasi von jetzt auf gleich die fünften Klassen unterbringen“, sagt Wimmer. Derzeit fahre die Wartburg-Grundschule vierzügig. Dies bedeute: „Vier vierte Klassen gehen eine Stufe höher. Da kann man sich ausrechnen, wie viel Platz man mehr benötigt.“ Dieser sei aber am derzeitigen Standort nicht verfügbar.
Eine Lösung des Problems wäre ein Neubau in der direkten Nachbarschaft gewesen, ein Grundstück hatte sich die Stadt auch schon ausgesucht. Aber: „Es handelt sich um eine landwirtschaftliche Versuchsfläche der Biologischen Bundesanstalt“, verrät Wimmer. „Und der Bund hat nach bisherigem Stand nicht vor, diese Fläche abzugeben.“ Als alternativen Standort für einen Neubau nennt die Stadt einen nordwestlich von der Wartburg-Grundschule gelegenen Grünzug. Wimmer: „Aber dazu fehlen uns wie gesagt die planungsrechtlichen Voraussetzungen.“ Es bedürfe da politischer Entschlüsse. Andere Immobilien anzumieten sei auch aus Gründen des pädagogischen Konzepts kaum möglich. Wimmer: „Eine gewisse räumliche Nähe sollte schon vorhanden sein.“
Gespräche
All diese Umstände seien auch schon diverse Male Gegenstand verschiedener Gespräche mit der Schule gewesen. Denn: „Wir haben als Verwaltung den Ratsauftrag, gemeinsam eine Lösung zu finden.“ Derweil laufen die Planungen in der Gievenbecker Grundschule weiter auf Hochtouren. „Wir hatten jüngst erst einen Workshop, in dem wir ein grobes Konzept für die Startklassen erarbeitet haben“, sagt Schulleiterin Gisela Gravelaar. Dass jetzt die geschilderten Probleme auftauchen, sei aber nicht weiter dramatisch. „Ich bin mir sicher, dass wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster eine Lösung finden werden.“
Sie ist auch zuversichtlich, dass man sich am landesweiten Schulversuch im kommenden Jahr beteiligen könne. „Dann sind wir schon mal einen Schritt weiter.“
Quelle: Münstersche Zeitung.de vom 30.09.2011