Klassenfahrt nach Spiekeroog

Haus 2 des evangelischen Jugendhofes Spiekeroog
Dort werden wir wohnen.

Die Luchse sind vom 10. bis zum 14.10. auf Spiekeroog.

Wir berichten täglich.


 

 

Montag, 10.10.2011

Nach der tränenlosen Abfahrt in den dunklen Morgenstunden, erwartete uns eine entspannte und lustige Busfahrt mit jeder Menge Süßigkeiten. Der Mülleimer stand selten still und wanderte ordnungsgemäß den Gang rauf und runter.

Blick aus dem Bullauge

Nach zwei Stunden Aufenthalt in Neuharlingersiel, ging es endlich auf die Fähre Spiekeroog I. Der peitschende Seegang sorgte vor den Bullaugen für große Begeisterung. Besser als Fernsehen!

Essenswagen mit Süßigkeiten



Durch Wind und Wetter marschierten wir zu unserer Unterkunft in den Dünen.
Nach der ersten Lagebesprechung, wurde das Handgepäck geleert.
Der Wagen der übriggebliebenen Süßigkeiten sprach Bände…

Als unsere Koffer endlich ankamen, wurden die Zimmer bezogen. Chaos! Aber alle waren hochmotiviert. Das Bettenbeziehen ging Hand in Hand.

Aus dem Haus

Nach dem Abendessen liefen bei der anschließenden Zimmerolympiade alle Teams zur Höchstform auf. Volle Punktzahl in allen Kategorien. Ein aufregendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Es bleibt spannend!
Unser Geburtstagskind Clara wünschte sich einen Kinoabend mit den "Vorstadtkrokodilen" und leckeren selbstgebackenen Muffins, hmmm!
Nachdem alle bettfein waren, wurden beim Vorlesen von "Sams Wal" alle müde - inklusive Barbara.

Beim Vorlesen

Und nun erwartet uns die erste geruhsame Nacht. Wer weiß...?

Dienstag, 11.10.2011

Luchse beim Einkauf

Nach einem ausgiebigen Frühstück, besuchten wir die Shoppingmeile Spiekeroogs. So mancher Luchs war – Dank der mit viel Liebe ausgesuchten Andenken und Geschenke – bald pleite, aber glücklich und zufrieden.

Im Muschelmuseum gab es viel zu sehen.

Im Muschelmuseum

Nach dem Mittagessen wurden die Briefumschläge für die Post nach Hause gestaltet und adressiert. Eine Herausforderung der besonderen Art. Dank individueller Förderung, haben wir am Ende unser Ziel mit Auszeichnung erreicht.

Im Haus
Meeresstimmung

Beim anschließenden Gang zum Strand war Petrus auf unserer Seite. Die Sonne lachte uns entgegen. Die Kinder sammelten haufenweise Muscheln und Punkte für ihren Strandläufer.

Am Strand
Am Strand
Am Strand

Nach dem Abendessen brachte die nervenaufregende Zimmerolympiade Unglaubliches zu Tage. Es wurde hoch motiviert geräumt und geputzt. Für die neu eingeführten Extra-Punkte wurde sogar  gesaugt, dekoriert und Staub geputzt. Einmalig!

Zimmerolympiade

Der Spieleabend mit Niki war legendär: Die Bärenjagd, der Schuppersong und der Schuhsalat. Nach diesen verrückten Spielen taten uns vor Lachen die Bäuche weh.

Spieleabend

Bei „Sams Wal“ wurde es noch einmal spannend. In der kuscheligen Leserunde kamen alle langsam wieder zur Ruhe.
Nach diesem ereignisreichen Tag wurde es wieder schnell ruhig auf den Zimmern. Wir sind voller Hoffnung, dass uns eine weitere entspannte Nacht erwartet.

Mittwoch, 12.10.2011

Heute Morgen genossen wir bis 8 Uhr die Stille im Haus – die Seeluft macht müde. Bei dem äußerst ruhigen Frühstück, schmierten wir fleißig Brötchen für unsere Lunchpakete. Denn heute stand die große Wanderung zum Umweltzentrum Spiekeroog an.
Doch bevor es losging, stand das Schreiben der Postkarten auf dem Tagesplan. Da wir schon so viel erlebt hatten, schrieben sich die Karten fast wie von selbst. Hochmotiviert ging es ans Werk, denn die Postkarten sind von der besonderen Art.

Postkarten schreiben
Im Umweltzentrum

 

Dann marschierten wir los mit Sack und Pack – der obligatorische Bollerwagen durfte natürlich auch nicht fehlen. Bei tollem Wetter wanderten wir durch die Dünen entlang der Salzwiesen. Bei einer kurzen Rast plünderten wir unsere Lunchpakete.
Im Umweltzentrum konnten wir viel sehen, ausprobieren und lernen.

 

Beim Rückweg ging’s querfeldein durch die Dünen und den Wald. Auf einer Düne mit Aufsichtsplattform feierten wir unser Bergfest, etwas wehmütig. Denn Heimweh müssen wir hier nur wenig trösten.
Mit der Aussicht auf ein leckeres Eis schafften wir auch den Rest der langen Wanderung.

Luchse im Wald
Luchse unterwegs
Annika und Niki in der Küche

 

 

Abendessen und die Aufregung bei der Zimmerolympiade gehören hier zum täglichen Programm. Danach gab es – dank Niki – frittierte Schokoriegel am Spieß.
Danach ging es in die hauseigene Disko. Dort wurde ausgiebig unter der Diskokugel getanzt. Das Fliegerlied war der Renner. Ebenso wie die Verpflegung.

Disco bei den Luchsen

Das Happy End von „Sams Wal“ beruhigte alle Partyluchse wieder. Einige Schlafmützen schliefen schon beim Vorlesen sein. Und jetzt genießen wir die Ruhe,  mit der der Tag begann.

Donnerstag, 13.10.2011

Schleim

Heute ließen wir es langsam angehen. Die Kinder durften etwas länger in ihren Kojen liegen bleiben. Wie die ganze Woche über fand kein nervenaufreibendes Über-den-Flur-Rennen und Türenknallen statt. Das ist eigentlich Standard auf Klassenfahrten.
Wir machten uns mit unserem Tischdeckdienst entspannt ans Werk. Ja, auch hier gibt es Dienste, denn die Mahlzeiten kommen nicht von selbst auf den Tisch. Doch die Kinder waren immer hilfsbereit und fleißig beim Decken und Tischewischen.

Nachdem die Erwachsenen in der Küche wieder für Klarschiff gesorgt hatten, ging es zu unserem letzten Einkaufsbummel ins Dorf. Dort wurde noch einmal gerechnet und gegrübelt - Matheunterricht ganz lebenspraktisch. Am Ende waren auch die letzten 10 Cent ausgegeben und so ziemlich alle Luchse waren vollkommen pleite. Aber gut ausgestattet mit Andenken und Geschenken für die Lieben zu Hause.
Carolin fand im Dorf eine Brille, die ihr besonders gut stand. Wir haben sie ordnungsgemäß am Fundbüro abgegeben, hoffentlich bekommt der Besitzer sie wieder!

Im Dorf
Leckeres Mittagessen

Nach einem köstlichen Mittagessen ging es los zu unserem letzten Strandbesuch. Mit Sack und Pack brachen wir auf zum Strand. Dort verbrachten wir einen unvergesslichen Nachmittag, mit Beach Ball, Frisbee, Fußball, Buddeln, Strandgut sammeln, Sonnen, Malen, Lachen und Quatschen. Die Sonne schien als gäb's kein Morgen mehr. In zwei Wochen ist November und wir holten uns hier fast einen Sonnenbrand. Haben wir in dieser Woche ein Glück mit dem Wetter gehabt, danke Petrus!

Am Strand
Am Strand
Am Strand
Am Strand
Am Strand

Das Abendessen verlief ohne besondere Vorkommnisse. Anschließend erwartete uns ein kleiner Marathon: Zimmerolympiade inklusive Kofferpacken, Nachtwanderung und Auswertung der beiden Wettbewerbe dieser Woche. Dieses volle Programm stieg einigen Kindern zu Kopf. Die einen tobten wild über die Flure, die anderen stritten sich lautstark - so langsam lagen die Nerven blank. So ging's nicht weiter. Nach einem ordentlich Donnerwetter von Barbara und Annika, gingen alle noch einmal hochmotiviert und mit viel Teamgeist ans Werk. Gut, Barbara stand auf dem Flur Wache. Aber wie auch immer, die Kinder zeigten sich von ihrer besten Seite. So wie die ganze Woche über, herrschte wieder eine tolle Atmosphäre, in der sich alle wohl fühlten.
Bei der Zimmerolympiade war der Kreativität keine Grenze gesetzt. Es konnten heute so viele Extra-Punkte gesammelt werden, wie die Kinder Ideen hatten. Das Siegerteam brachte es auf stolze 15 Extra-Punkte, dank Gedichten, Dekorationen, wilden Putzaktionen und vielem mehr. Auch die anderen Kinder bewiesen bei der Olympiade großen Teamgeist.

Kinder in den Zimmern
Kinder in den Zimmern

Etwas verspätet ging es dann noch raus in die Nacht. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Knicklichtern, die im Dunkeln in Neonfarben leuchteten. Die Knicklichter hatten wir Niki zu verdanken, der wirklich an alles dachte - unersetzbar! Der Himmel war sternenklar und der Mond schien hell auf uns runter.  

Zurück im Warmen ging es im Pyjama an die Auswertung des Strandläufers. Wer die meisten Punkte gesammelt hatte, durfte sich zuerst eine der tollen Muscheln aussuchen. Ebenso verlief es bei der Zimmerolympiade. Das Siegerteam durfte sich als erstes einen der schönen Muggelsteine aussuchen. Aber selbstverständlich ging niemand leer aus. Jeder bekam sein Andenken, die einen früher, die anderen später.

Siegerpreise

Danach ging es ab ins Bett. Nach dem Gute-Nacht-Sagen kehrte schnell Ruhe ein. Die Nachtruhe kehrte wieder wie von selbst ein. Auch das lief so entspannt wie selten erlebt. Tolle Kinder!

Freitag, 14.10.2011

Gruppenbild der Luchsklasse

Unser letzter Tag begann mit großer Hektik. Eine Stunde früher als gewohnt, begann um 7  Uhr das große Treiben. Innerhalb von zwei Stunden musste gepackt, geputzt und gefrühstückt werden. Der Container mit den Koffern wurde um 8 Uhr abgeholt. Da hieß es anziehen, Betten abziehen, alle Reste einpacken, fegen, Betten machen und nebenbei das Frühstück vorbereiten. Einige Kinder saßen schon um 8 Uhr abreisefertig im Gemeinschaftsraum. Naja, besser zu schnell als zu langsam, denn die Fähre ging um 10 Uhr und würde nicht auf uns warten.

Beim Frühstück brach in der Hektik ein kleiner Nutella-Streit aus, so langsam waren alle etwas gereizt. Die Erwachsenen rödelten und scheuchten die Kinder von A nach B. Zwischendurch erschien es aussichtslos, doch am Ende waren wir sogar fünf Minuten vor der geplanten Abreise (fix und) fertig. Eine logistische Meisterleistung!

Ein Gruppenfoto zum Abschied wurde noch geschossen - so viel Zeit muss sein. Dann hieß es Abschied nehmen vom Evangelischen Jugendhof, den Dünen, dem Meer, dem Dorf,...

Wattenmeer

Am Hafen angekommen, merkte man den Kindern die Vorfreude auf zu Hause langsam an. Eigentlich wollte keiner so richtig von hier fort, aber die Sehnsucht, sich in die Arme der Lieben daheim zu kuscheln, war sehr groß.
Auf der Spiekeroog II ging es bei ruhiger See zurück ans Festland. Die Kinder plünderten ihre Lunchpakete, spielten, lachten und amüsierten sich. Alles ganz entspannt.

Auf der Fähre

Nachdem wir unsere Koffer ein letztes Mal vom Container in den Bus verfrachtet hatten, begaben wir uns auf die letzte Etappe. Das ausgewählte Unterhaltungsprogramm sorgte für eine ruhige und entspannte Reise. So konnten auch die Erwachsenen etwas zur Ruhe kommen. Bei der Pause an der Raststätte wurden die letzten Süßigkeitenvorräte verteilt - die Raubtierfütterung im Zoo ist nichts dagegen! Zum Schluss gab es noch eine Gesangseinlage für den Busfahrer - der Schupper-Song bleibt wohl ein Ohrwurm für die Ewigkeit.

Im Bus

Große Wiedersehensfreude gab es dann an der Schule. Und den Rest der Geschichte kennt ihr ja.
Wir Luchse haben eine einmalige und ereignisreiche Klassenfahrt erlebt, mit tollen Kindern und vielen unvergesslichen Erinnerungen. Und jetzt schlafen wir, bis Montag früh…