Hallo! Willkommen bei den Kängurus!

Klassenfoto der Kängurus

Hallo,
wir sind die Kängurus aus dem Haus Australien und hopsen den ganzen Tag in der Schule herum, weil uns das so gefällt!
Am Montag haben wir immer Sport.
Am Freitag gehen wir immer schwimmen.
Ansonsten machen wir viel Musik, Klassenprojekte und noch vieles mehr.
Im Moment heißt unser Projekt "Der kultivierte Wolf". Da geht es um Bauernhoftiere und einen Wolf. Dabei forschen wir auch zu Tieren und haben schon ein Lesepicknick mit den Eltern gemacht.
Morgens starten wir immer mit dem Wap; das ist der Wochenarbeitsplan. Dabei lesen, schreiben und rechnen
wir.
Bald berichten wir mehr über uns hopsende Kängurus.

Liebe Grüße,
eure Kängurus

Sicher durch die Dunkelheit

Kinder lernen, wie man sich im Straßenverkehr verhält

GIEVENBECK Es dauert nicht mehr lang, dann ist es stockfinster, wenn die Schulkinder in aller Frühe das Haus verlassen müssen. Gut, wenn die Schüler um die Gefahren der Jahreszeit und des Straßenverkehrs wissen. Seit fünf Jahren kommt André Piroth darum in die Wartburgschule. Von Kathrin Hartz

An der Tafel der Känguru-Klasse steht mit bunter Kreide: „André kommt. Leuchtweste und regenfeste Kleidung mitbringen!“ Piroth ist Bezirksbeamter der Polizei mit dem Schwerpunkt Verkehrserziehung. Ein Teil der Kinder in der Eingangsklasse kennt den freundlichen Polizisten schon. „Zauberst Du wieder?“, fragt eine Schülerin. André Piroth lässt mit einem kleinen Trick einen Bleistift verschwinden.

Kinder und Eltern bei der Verkehsbegehung
An der Kreuzung Rüschhausweg, Dieckmannstraße, Hensenstraße: Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn es gilt, verschiedene Dinge zu beachten. (Foto: Kathrin Hartz)

Auch Eltern dabei

Um die Aufmerksamkeit der Erstklässler muss er sich an diesem Vormittag fortan nicht mehr sorgen. Im Klassenraum sitzen auch ein paar Eltern. „Die sind die eigentliche Zielgruppe“, sagt Klassenlehrerin Friederike Weber. Piroth steht vor der Tafel und präsentiert ein paar Verkehrsschilder, die Fußgänger und Radfahrer betreffen und somit für die Schulkinder relevant sind. „Wir haben viele Verkehrsregeln schon im Vorfeld im Unterricht besprochen“, sagt Weber. Entsprechend eifrig zeigen die Kinder auf und erklären zuverlässig die Bedeutung der Verkehrshinweise. Soweit zur Theorie.

Als Piroth mit den Schulanfängern das Gebäude verlässt, um die schwierigen Punkte abzugehen, sieht die Lage schon etwas anders aus. Theresa trägt ihre neonfarbene Warnweste, Noah nur eine blaue Jacke. Piroth strahlt das Duo mit einer Taschenlampe an. Sofort wird klar, welche Wirkung die Warnweste auf andere Verkehrsteilnehmer hat, insbesondere im Dunkeln.

Zur großen Kreuzung

Der Trupp marschiert weiter zur großen Kreuzung Rüschhausweg, Dieckmannstraße, Hensenstraße. „Hier kommt einiges zusammen, worauf man achten muss“, erklärt der Verkehrsexperte. Ampel, Verkehrsinsel, Bushaltestellen, Radwege. Theresa und Clara sollen an der Fußgängerampel die Fahrbahn überqueren.

Wie man das richtig macht, war eben im Klassenraum noch sonnenklar. Jetzt wird die Ampel grün. Im letzten Moment fällt den Schülerinnen ein, dass sie nicht einfach loslaufen können. „Zuerst vergewissern, ob der Abbiegeverkehr hält“, mahnt Piroth. Als die Mädchen die Verkehrsinsel der Straßenmitte sicher erreicht haben, gucken sie ein weiteres Mal, ob die Bahn frei ist.

Unsicherheit

Als sie losgehen, springt die Ampel auf Rot. Sie sind unsicher. Noch schnell rüber, oder wieder zurück? „Das sind so brenzlige Situationen“, sagt Piroth, bei denen die Kinder sehr davon abhängig seien, dass die anderen Verkehrsteilnehmer diese Unsicherheit erkennen. Doch im hektischen Berufsverkehr, dazu dunkel, ist davon eher nicht auszugehen.

Beate Fischer, Mutter von Theresa, findet die Schulung „total wichtig“. Und am wirkungsvollsten sei, „dass die Kinder das alles von einem Polizisten erklärt bekommen und nicht von der meckernden Mama“.

 

Quelle: Münstersche Zeitung, 30.09.2013